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2017-04-12

Bauhaus in Bewegung.

Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin zeigt 2017 eine Sonderausstellung, die bewegt. Seien Sie dabei: stilwerk verlost Tickets auf Facebook.

Erich Consemüller Aufführung auf der Bauhaus-Bühne Dessau: Stadien dramatischer Gestik von Oskar Schlemmer, Mehrfachbelichtung, 1927 (Bauhaus-Archiv Berlin © Dr. Stephan Consemüller (für Consemüller)).

Der Countdown läuft. In knapp zwei Jahren wird das Bauhaus 100 Jahre alt. Die legendäre Institution, die 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründet und bereits 1933 durch die Nationalsozialisten wieder geschlossen wurde, gilt als bedeutendste Schule für Architektur, Kunst und Design im 20. Jahrhundert.

Auch im Bauhaus-Archiv in Berlin wird das Jubiläum groß gefeiert. Bevor die komplette Sanierung des Hauses beginnt und der Startschuss für einen Neubau im nächsten Jahr fällt, geht es 2017 noch einmal sportlich zu: Die Sonderausstellung „Bauhaus in Bewegung“ beleuchtet die weltweit größte Sammlung aus einem aktiven Blickwinkel und deutet die kurze Geschichte der Institution als bewegtes Auf und Ab – und das sowohl räumlich als auch inhaltlich und personell.

Erst Weimar, dann Dessau, schließlich Berlin. Erst Walter Gropius, dann Hannes Meyer, schließlich Ludwig Mies van der Rohe. Orte und Direktoren wechselten häufig, genauso wie die berühmten Lehrer: Wassily Kandinsky, Joseph Albers, László Moholy-Nagy, Paul Klee oder Oskar Schlemmer, um nur einige der Meister zu nennen – sie alle waren Teil einer Bewegung, die innerhalb von 14 Jahren zur wichtigsten Kreativ-Institution des 20. Jahrhunderts avancierte. Hier war die Avantgarde der Zeit zuhause, hier fand die heute als Klassische Moderne bezeichnete Strömung ihren Start- und Höhepunkt. Inhaltlich verschob sich der Schwerpunkt im Laufe der Jahre weg von einem noch stark expressionistisch geprägten Ansatz, der das Gesamtkunstwerk als künstlerischen Prozess feierte, hin zu einer Einheit von Kunst, Technik und Industrie, bei der auch die sozialen Aspekte von Gestaltung erstmals erkundet und vertieft wurden.

All diese Strömungen, diese Bewegungen visualisiert die Ausstellung mit einer wunderbaren Auswahl an außergewöhnlichen Exponaten der Meister, Lehrer und Schüler von einst. Oskar Schlemmers Werkzeichnung des berühmten Gemäldes „Bauhaus-Treppe“ ist hierbei genauso inspirierend wie ein Foto des damaligen Studenten Theodor Lux Feininger, das die morgendliche Gymnastik der Bauhäuslerinnen in flüchtiger Momentaufnahme zeigt. Studien von Monica Bella Ullmann-Broner übersetzen Bewegung in grafisch-abstrakte Motive und die dreiteilige Skulptur von Takehiko Mizutani bringt Material in Dynamik. Weitere Exponate wie Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Keramiken und Möbel bringen das gesamte Haus in Schwung und betrachten das legendäre Bauhaus aus einer ungewöhnlich charmanten sowie greifbaren Perspektive.

stilwerk bewegt.
In Kooperation mit dem Bauhaus-Archiv/ Museum für Gestaltung Berlin verlost stilwerk Tickets für die Ausstellung auf der stilwerk Facebook-Seite. Jetzt mitmachen. Aktivitätsschub garantiert.  

Pacific & Atlantic Photo (Fotografie), Marcel Breuer (Entwurf Stühle), Gymnastik im Walde. Vorbildlicher Sprung über drei Stühle, nach 1927 (© Bauhaus-Archiv Berlin).
Alfred Arndt, Farbplan für die Außengestaltung der Meisterhäuser in Dessau (3 Doppelhäuser), 1926 (Bauhaus-Archiv Berlin, Foto: Markus Hawlik © VG Bild-Kunst, Bonn 2017).
Oskar Schlemmer, Bauhaus-Treppe (Maßidentische Werkzeichnung für das gleichnamige Gemälde im Museum of Modern Art New York), 1932 (Bauhaus-Archiv Berlin © Gunter Lepkowski).
Herbert Bayer, Fahrrad, 1928 (Bauhaus-Archiv Berlin, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017).
Takehiko Mizutani, Dreiteilige Skulptur (Materialstudie aus dem Vorkurs Albers)

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