Amazonen in Berlin
Amazonen – eine Hommage an starke Frauen
Ein Projekt von Uta Melle mit Fotos von Esther Haase & Jackie Hardt

Im 3.OG zeigt das stilwerk Berlin vom 18. August bis zum 1. September 2011 die Fotoausstellung „Amazonen“. Das Projekt der 41-jährigen Berlinerin Uta Melle widmet sich einem vermeintlichen Tabuthema: Aktfotografien von lebenshungrigen, starken und schönen Frauen, die jedoch ein schweres Schicksal teilen – Brustkrebs.
Über 50.000 Frauen im Jahr erkranken allein in Deutschland jährlich an Brustkrebs. Für viele bedeutet die Diagnose ein Schock – vor allem der Verlust einer oder beider Brüste wiegt schwer. Nur wenige sind so mutig, sich gegen einen Wiederaufbau zu entscheiden und ihren Körper so zu akzeptieren, wie er nach der Operation ist. Die 20 portraitierten Frauen haben sich getraut, haben in einem gemeinsamen Shooting alles von sich gegeben. Sie zeigen ihre Lebensfreude, ihre Stärke, aber auch ihre Verletzlichkeit und Melancholie. Sie sind moderne Amazonen, die sich nicht verstecken müssen und auch nicht wollen.

Die Initiatorin des Projekts, Uta Melle (41) erfuhr vor eineinhalb Jahren, dass sie an Brustkrebs erkrankt war. Wie ihre Mutter, die bereits im Sterben lag. Doch statt sich passiv ihrem Schicksal zu fügen, startete Uta Melle ein einzigartiges Projekt: erst ließ sie Aktfotos von sich anfertigen, vor und nach der Brust-OP, dann begeisterte sie viele Frauen, es ihr nachzutun und organisierte eigenständig diese Fotoproduktion. Uta Melle lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Berlin.
Der Ausstellungstitel „Amazonen“ leitet sich aus der antiken Sagenwelt ab: denn „Amazonen“ sind ein in der Griechischen Mythologie vorkommender, matriarchalisch organisierter Volksstamm. Der Legende nach war dieses kriegerische, nur aus Frauen bestehende Volk war dafür bekannt, sich die rechte Brust zu amputieren, um besser mit Bogen und Speer umgehen zu können. Die unerschrockene Stärke und beeindruckende Wildheit jener Frauen war seit jeher ein beliebtes Bildmotiv in der Kunst.
In Szene gesetzt wurden die modernen „Amazonen“ von der bekannten Mode- und Portraitfotografin Esther Haase, die in Hamburg lebt. Zuletzt erschien von ihr der Bildband „Rock’n’Old“ (Kehrer Verlag). Ihre Werke wurden in Ausstellungen bereits weltweit gezeigt. Fotografin Jackie Hardt arbeitete lange vor der Kamera, bevor sie die Seiten wechselte. Die Berlinerin ist heute auf Beauty-, Fashion- und Portraitfotografie spezialisiert. Kuratiert wird die Ausstellung von Nadine Barth, die in diesem Jahr bereits die erfolgreiche „Traummänner“-Show in den Hamburger Deichtorhallen eröffnete und pünktlich zur Berliner Fashion Week gerade ihr neues Buch „German Fashion Design 1946–2012“ veröffentlichte.
Ausstellung:
Amazonen - eine Hommage an starke Frauen
stilwerk Berlin, 3.OG
Vom 18. August bis zum 1. September 2011
Mo. – Sa. 10 – 19 Uhr
Vernissage am 18. August 2011 um 19:00 Uhr














